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Donnerstag, 23. März 2017

ARMORED SAINT / "Carpe Noctum" / Metal Blade Records / 8 Tracks / 38:50 Min

Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Sünder ist, dass jeder Heilige eine Vergangenheit hat und jeder Sünder eine Zukunft (Oscar Wilde).

Ich möchte einem klugen Kopf, wie es Oscar Wilde nun mal war, nur ungern widersprechen, aber hier lag der viktorianische Schriftsteller, zumindest wenn man diesen Spruch bei ARMORED SAINT anwendet, etwas daneben.
Die fünf "gepanzerten Heiligen" aus dem sonnigen Kalifornien haben nämlich sehr wohl eine (wohlklingende) Vergangenheit UND eine vielversprechenede Zukunft, was die letzten beiden Studioalben eindrucksvoll bewiesen haben.
Und das einzig Sündige daran ist die Tatsache, dass ARMORED SAINT, auch 35 Jahre nach Bandgründung, immer noch total unterbewertet sind.
Warum eigentlich?
John Bush ist immer noch einer der besten Vocal-Artisten, die die Heavy Metal Community ihr Eigen nennt, Joey Vera's Talent beeindruckt nicht nur Fans von ARMORED SAINT sondern auch die von FATES WARNING und live sind ARMORED SAINT sowieso immer eine Wucht. Womit wir beim Thema wären.
"Carpe Noctum" ist in der langen Karriere von ARMORED SAINT (erst) das zweite Live-Album und wartet mit 8 Tracks auf. Geboten wird ein guter Querschnitt der Bandhistorie, bei annehmbaren Soundverhältnissen und mit einer bestens aufgelegten Band.
So finden sich neben alten Klassikern ("March of the Saint", "Stricken by Fate", "Aftermath") auch zwei Tracks ("Win Hands Down" und "Mess") vom aktuellen Album, was unterstreicht, dass ARMORD SAINT auf "Carpe Noctum" auf Ausgewogenheit geachtet haben, was wiederum das Album durchaus empfehlenswert macht.
Wenn es überhaupt was zu meckern gibt, dann an der Tatsache, dass ARMORED SAINT bei der Titelanzahl (nur übersichtliche 8 Lieder haben den Weg auf das Album gefunden) und damit einhergehend der Gesamtspielzeit gegeizt haben.
Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn ARMORED SAINT noch den ein oder anderen Titel (z.B. "Can U Deliver" oder "Mad House") mit aufgenommen hätten.
So bleibt am Ende ein leicht fader Beigeschmack, vor allem wenn man bedenkt, dass seit dem letzten Live-Album schon 29 Jahre vergangen sind. (JK)


Aufgenommen wurde im Jahr 2015 zum einen in Wacken (Open-Air) und zum anderen in Aschaffenburg (Club-Gig).

Tracklist:

- Win Hands Down
- March of the Saint
- Stricken by Fate
- Last Train Home
- Mess
- Aftermath
- Left Hook from Right Field
- Reign of Fire

Note: ohne Bewertung

Mittwoch, 15. März 2017

Konzertbericht RUSSIAN CIRCLES + CLOAKROOM - 26.2.2017 München / Strom

Zwischen stiller Andacht und wilder Entschlossenheit

Es ist 20:30 vor dem Münchner Strom. Dort hat sich eine Ansammlung von etwa 50 Leuten gebildet, die man vom Aussehen eher auf einem Popkonzert, als bei Post-Rock/Metal vermutet hätte. Aber ein Blick auf die Anzeigetafel, die über dem Eingang hängt verrät: Hier spielen heute tatsächlich RUSSIAN CIRCLES. Schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Leute doch härtere Musik hören!
Nach etwas verspätetem Einlass geht es dann pünktlich um 21:00 Uhr los. Den Anfang machen die Alternative-Rocker CLOAKROOM. Dem amerikanischen Trio wurde kaum Platz auf der ohnehin schon winzigen Bühne gelassen, da man zwei Schlagzeuge hintereinander aufgestellt hat. Nach kurzer Zeit merkt man allerdings, dass das kein Problem für die Band darstellt, da sich die Musiker sowieso kaum bewegen. Zu viel Bewegung wäre bei dem äußerst athmosphärischen Rock, den sie spielen aber auch eher als störend empfunden worden. Denn die Lieder von CLOAKROOM leben von den, meist mit Cleansound begleiteten, sehr emotional vorgetragenen Gesangsteilen von Sänger/Gitarrist Doyle Martin, die in einem starken Kontrast zu den oft sehr harten Instrumentalparts stehen.                          
(© by The Discovered Land)
Leider wird die Gitarre und der Gesang gerade in den ruhigeren Teilen sehr oft vom dröhnenden Bass übertönt. Schade, denn Doyle Martin scheint sehr fähig an seinem Instrument zu sein. Manchmal legt er sogar sein Plektrum zur Seite, und spielt nur mit den Fingern, was auf der E-Gitarre ja eher ungewöhnlich ist. Auf Ansagen wird weitgehend verzichtet, um die Stimmung nicht zu zerstören. Da die Musik aber nicht besonders abwechslungsreich ist, macht sich gegen Ende eine leichte Eintönigkeit breit. Aber kurz bevor es wirklich langweilig wird, schaltet die Band scheinbar mitten im Song die Verstärker ab und verlässt die Bühne.
In der folgenden Umbaupause merkt man dann relativ schnell, dass RUSSIAN CIRCLES eine ungewöhnliche Band sind. Der durch das abgebaute CLOAKROOM Schlagzeug freigewordene Platz wird nun von einer beeindruckenden Menge an Effektgeräten eingenommen. Auf der Seite von Bassist Brian Cook sind es sogar so viele, dass er zusätzlich zu den Geräten am Boden, noch einen kleinen Tisch bei sich stehen hat, um alles unter zu bekommen. Nachdem das Aufbauen und der Soundcheck beendet sind, geht es aber nicht wie erwartet weiter, sondern es wird erstmal noch etwa eine viertel Stunde „Umbaumusik“ eingespielt. Als die Band dann schließlich die Bühne betritt, werden sie mit euphorischem Applaus empfangen. Nach einem selbstgespielten Intro geht es mit einem sehr schnellen Song los. Dass die Band meistens unter Post-Rock eingeordnet wird, erscheint erstmal seltsam, da dieser Song eher nach Black Metal klingt! Er enthält sogar Blast-Beats. Doch RUSSIAN CIRCLES haben noch einiges mehr zu bieten. Von athmosphärischen Akusitk-Parts, bis hin zu aggressiven Rythmusstellen, die zum Headbangen einladen, ist alles vertreten. Es ist zudem eine Freude, den drei Musikern beim Spielen zuzuschauen. Während bei Gitarrist Mike Sullivan eher seine technischen Fertigkeiten beeindrucken, ist es bei Brian Cook eher seine Vielfalt.
(© by The Discovered Land)
Er wechselt ständig zwischen Gitarre und Bass, manchmal sogar während der einzelnen Songs! Bei einigen Tracks bedient er sogar, während er Bass spielt, mit den Füßen (!) ein Keyboard-ähnliches Instrument! Später nimmt er sogar noch den kleinen Finger hinzu, den er gerade nicht zum Bassspielen benötigt, und spielt noch auf einem weiteren kleinen Keyboard. Was aber beide Musiker gemeinsam haben ist, dass sie sehr genau auf ihren Sound bedacht sind. Deshalb verändern sie auch nach beinahe jedem Lied die Regler ihrer vielen Effektgeräte. Das kann durchaus mal mehrere Minuten dauern. Diese Zeit wird dann entweder durch das Spiel der jeweils anderen Musiker überbrückt, oder durch Ambient-Musik vom Band. Da die Band keinen Sänger hat, haben RUSSIAN CIRCLES dann auch gleich komplett auf ein Mikrofon verzichtet, also gibt es keine Ansagen. Die sind hier aber auch unnötig, denn die Musik spricht schon für sich selbst. Gegen Ende der Show wird aber trotzdem das Problem deutlich, das viele Instrumental-Bands haben.
(© by The Discovered Land)
Durch die fehlende Interaktion mit dem Publikum und die Tatsache, dass die Songs kaum Eingängigkeit besitzen, kann die Athmosphäre leider nicht über die gesamte Show gehalten werden. So gestalten sich die letzten Minuten etwas mühsam. Kurz vor Schluss können RUSSIAN CIRCLES aber doch nochmals mit einem Song beeindrucken, der fast ausschließlich mit der Tapping-Technik gespielt wird. Als die Band von der Bühne geht, fordert das begeisterte Publikum noch eine Zugabe, und so wird noch ein weiterer Song gespielt, bevor das 75-minütige Konzert endgültig zu Ende geht.

RUSSIAN CIRCLES in München - ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis, das auf vielerlei Weise beeindruckend war. Allerdings hätten 60 Minuten gut gereicht, da gegen Ende leider die Luft etwas raus war. (RH)

Raphael (RH) und Thomas (TG) waren für euch im Strom unterwegs

SALLOW / "I: The Great Work" / Label: Sick Man Getting Sick Records / 4 Tracks / 31:52 Min

Nebel, stiller Nebel über Meer und Land. Totenstill die Watten, totenstill der Strand. Trauer, leise Trauer deckt die Erde zu. Seele, liebe Seele, schweig und träum auch du. (Christian Morgenstern).

Kaum zu glauben, dass es sich bei SALLOW um eine Band handelt, die erst seit ein paar Monaten aktiv ist und komplett aus Musikern besteht, die allesamt am Anfang ihrer Karierre stehen.
Bisher hat das USBM Trio aus Albany/New York nämlich erst 2 Demos veröffentlicht. "I: The Great Work" ist das erste professionelle Lebenszeichen von SALLOW und der erste Teil einer (angekündigten) Trilogie.
Die Amerikaner halten sich von Anfang an nicht mit Firlefanz auf, sondern dringen ohne Rücksicht auf Verluste in Bereiche vor, die sich an eisiger Atmosphäre und epischer Schönheit laben.
Vom Melodieaufbau und der Handhabung der Breaks erinnert vieles an AGALLOCH, was sich aber nur sekundär im Sound von SALLOW niederschlägt. Vordergründig spielen die Frühwerke eines gewissen Fenriz die größere Rolle bei SALLOW.
Und trotz dieser Referenzen klingen SALLOW absolut eigenständig. Zudem glänzt "I: The Great Work" durch Eingängigkeit, ist dabei aber trotzdem sperrig und unkonventionell. Ein Widerspruch? Nein, keineswegs. Große Taten waren ihrer Zeit immer schon ein Stück weit voraus.

Fazit: SALLOW haben mit ihrem Debütalbum ein Kleinod erschaffen. Der harsche Black Metal der Amerikaner wird mit viel Abwechslung dargeboten - schnelle Passagen wie aus einem Guss und Melodiebögen die gut ins Gehör finden. Ergreifend! (JK)

9.5 von 10

https://www.facebook.com/sallowblackmetal
http://www.sickmangettingsickrecords.de

Donnerstag, 9. März 2017

Konzertbericht ANTHRAX + THE RAVEN AGE - 25.2.2017 München / Backstage

AMONG THE KINGS  - ANTHRAX zerlegen München

Wir schreiben das Jahr 1987 - die Thrash-Bewegung steuert auf ihren Höhepunkt zu. Ein Jahr zuvor haben METALLICA mit "Master of Puppets", SLAYER mit "Reign in Blood", MEGADETH mit "Peace Sells ... But Who's Buying?" und KREATOR mit "Pleasure to Kill" bereits schon ganz fett abgeliefert. Da wollten ANTHRAX sich natürlich auch nicht zweimal bitten lassen und lieferten mit "Among the Living" ebenfalls ein Meisterwerk ab.
30 Jahre später begeben sich die New Yorker (nahezu in der Originalbesetzung von 1987) auf große Weltreise, um den runden Geburtstag ihres Megasellers gemeinsam mit den Fans zu feiern.
Als Einheizer haben die alten Thrash-Haudegen, THE RAVEN AGE (mit dem Steve Harris Sprössling George Harris) mit an Bord. (JK)

THE RAVEN AGE haben allerdings, was den Zuschauerzuspruch betrifft, erstmal die Arschkarte gezogen. Nur ein paar Dutzend "Die Hard Fans" der Band, haben zu früher Stunde schon Stellung vor der Bühne bezogen. Die Modern Metaller aus London juckt dieser Umstand aber wenig, und legen nach dem Intro "Uprising" (von ihrer selbstbetitelten EP) kraftvoll, mit der aktuellen Single "Promised Land", los. Die fünf Musiker um Gitarrist George Harris, Sohn von IRON MAIDENs Steve Harris, wirken voll fokusiert und motiviert. Leider ist der Sound etwas schwammig, sodass gerade die melodischen Gitarrenleads etwas untergehen.
THE RAVEN AGE (© by metal-is-forever)
Weiter geht es mit "The Death March" und "Eye Among the Blind". Diese Tracks scheinen bei einigen Fans bekannt zu sein. Hierbei entdecken die Musiker immer wieder, zu ihrer großen Freude, mitsingende Fans im Publikum. Sänger Michael Burrough interagiert viel mit dem Publikum, und stellt dann sogar zwei Fans persönlich vor, die extra für THE RAVEN AGE aus Mailand angereist waren! Beim folgenden "The Merciful One", welches noch komplett unveröffentlicht ist, gibt es einen längeren ruhigen Part, bei dem so richtig deutlich wird, wie gut Michael Burrough singen kann! Als nächstes gibt es "Salem's Fate", das zwar ebenfalls vom noch unveröffentlichten neuen Album stammt, aber bereits vor ein paar Monaten auf YouTube veröffentlicht wurde. Die ersten paar Reihen gehen dazu auch ordentlich ab, die hinteren Reihen aber stehen mehrheitlich ratlos herum. Das liegt vermutlich daran, dass THE RAVEN AGE mit ihrem melancholischen Modern Metal stilistisch nicht sonderlich gut zu ANTHRAX passen. Die Band und die Fans in der ersten Reihe stört das aber überhaupt nicht, und so gibt es nach dem abschließenden "Angel in Disgrace" auch ordentlich Applaus aus dieser Region. (RH)

Nachdem es bei THE RAVEN AGE noch realtiv gesittet vor der Bühne zugegangen ist, drängen jetzt in der Umbaupause die Massen nach vorne, um sich für das zu erwartende Thrash Spektakel in Stellung zu bringen. Innerhalb weniger Minuten füllt sich der Innenraum im Backstage (Werk), sodass sich manch einer, wie die berühmt-berüchtigte Ölsardine, in dazugehöriger Dose vorgekommen sein muss. Jetzt fehlen eigentlich nur noch die Hauptdarsteller. Doch die lassen auf sich warten. So macht man aus der Not eine Tugend und schaut, was für einen Bühnenaufbau sich ANTHRAX ausgedacht haben. Als erstes fällt natürlich das Drumkit auf, welches mittig plaziert, eine Etage höher, über dem Geschehen thront. Außerdem stechen die Aufsteller mit Pentagramm-Motiv, die rechts und links das Bühnebild einrahmen, ins Auge. Ansonsten wirkt die Bühne realtiv aufgeräumt.
ANTHRAX Live (© by metal-is-forever)
Doch irgendetwas will nicht so richtig ins Gesamtbild passen. ANTHRAX haben offensichtlich einen Werbevertrag mit einem Energygetränke-Hersteller (nein, nicht der mit den Flügeln) abgeschlossen. Und so stehen bzw. liegen, an nahezu allen prominenten Plätzen auf der Bühne, die Getränkedosen und Handtücher mit Firmenlogo herum. Das Logo natürlich immer schön werbewirksam Richtung Publikum gedreht.
War Thrash vom ursprünglichen Gedanken her, nicht antikommerziell? Dieser Gedanke ist anno 2017 anscheinend nicht mehr ganz so wichtig. Schwamm drüber. Oder noch besser: Licht aus - Spot an!
Punkt 20.45 Uhr ist es dann endlich soweit - zu den Klängen von "Impaled" marschieren die New Yorker Thrash-Urgesteine ein, greifen sich die Saiteninstrumente und stimmen mit "A.I.R." gleich mal einen Klopper an, der die Kraft hat, das Backstage innerhalb weniger Sekunden in ein Madhouse zu verwandeln. Wo andere Bands mühsam hinarbeiten müssen, wenigstens einmal am Abend einen ordentlichen Moshpit hinzubekommen, genügt ANTHRAX der Opener eines Konzerts, und die Hütte brennt. Beeindruckend! Wo wir schon beim Thema sind - als nächstes folgt nun tatsächlich "Madhouse". München steht Kopf!                  
ANTHRAX haben in ihrer Laufbahn sicherlich schon für die ein oder andere wilde Party in München gesorgt und dabei für unzählige schmerzende Nacken gesorgt, was aber heute hier im Backstage nach wenigen Momenten los ist, beeindruckt selbst alte Hasen, die wie ich, die Band von der ersten Stunde an auf dem Schirm haben.      
          
Keine Ahnung in welchen Jungbrunnen Joey Belladonna gefallen sein mag, der Herr geht mittlerweile stramm auf die 60 zu, fegt aber wie zu seinen besten Zeiten über die Bühne und ist stimmlich so gut wie noch nie.                  
ANTHRAX (© by metal-is-forever)
Auch der Rest der Truppe steht dem kaum nach - Charlie Benante bearbeitet seine Felle wie ein Berserker, Frank Bello nutzt die gesamte Breite des Bühnenaufbaus und müsste heute eigentlich nach Kilometern bezahlt werden und Scott ist Scott. Fett grinsend steht der Kopf der New Yorker Truppe zumeist, scheinbar teilnahmslos, am rechten Bühnenrand, nur um wenige Momente später zu explodieren, ein feines Solo aus dem  Handgelenk zu schütteln oder um zu einem seiner berühmt berüchtigten Sprünge anzusetzten.
Auch die Rahmenbedinungen spielen ANTHRAX heute fett in die Karten: Top Soundverhältnisse, eine Lightshow der gehobenen Klasse und eine Set-List, die zwar nicht jeden Wunsch erfüllt (was bei der Fülle an Klassikern auch gar nicht möglich wäre), aber dennoch den Spagat zwischen Oldschool-Hits und Krachern neueren Datums mit Bravour besteht.
Da ANTHRAX die aktuelle Tour als Geburtstagsparty für ihr Überalbum "Among the Living" angekündigt hatten, ist die Show in zwei Blöcke unterteilt. So gehen die Herren nach "Be All, End All" erstmal von der Bühne und genehmigen sich einen überlangen Pausentee.
Als nach 25 Minuten Leerlauf so langsam aber sicher Unmut im Publikum aufkommt, erbarmen sich die Thrash-Helden und nehmen wieder die Arbeit auf.
ANTHRAX (© by metal-is-forever)
Und so werfen ANTHRAX in den folgenden 60 Minuten die Zeitmaschine an und lassen zu "Among the Living", "Caught in a Mosh" (mit einem weiterem Monster-Moshpit), "One World", "I Am the Law", "A Skeleton in the Closet" (O-Ton Scott: "My absolute favorite song on this album"), "Efilnikufesin (N.F.L.)" (die ganze Halle brüllt den Refrain - Gänsehautmoment), "A.D.I. / Horror of it All". "Indians" (Joey ohne Federschmuck, dafür aber mit Beanie) und last but not least "Imitation of Life", nochmals die Kuh fliegen.
Als Bonus und Schlußpunkt unter den schweißtreibenden Gig liefern ANTHRAX noch die unkaputtbare TRUST Coverversion "Antisocial" ab (die Halle brüllt sich die Stimmbänder endgültig wund), nach der die Band noch Plektren in rauen Mengen unter das Volk bringt und damit nochmals für Chaos (wildes Geschubse und Gegrabsche) in den ersten Reihen sorgt. (JK)

ANTHRAX - "Among the Kings" Tour 2017: Schön war's, wild war's - so wie früher. Nur die Knochen werden morgen weh tun. Wir werden eben alle nicht jünger. (JK)

Im Moshpit vor Ort waren Jürgen (JK) und Raphael (RH)

Dienstag, 7. März 2017

THUNDER / "Rip It Up" / earMusic (Edel) / 11 Tracks / 51:09 Min

Alles, was uns imponieren soll, muss Charakter haben (Johann Wolfgang von Goethe).

Was haben wir uns alle vor zwei Jahren gefreut, als THUNDER ihr Comeback verkündeten und kurze Zeit später "Wonder Days" veröffentlichten. Das Album strotzte nur so vor Energie und Melodie und hatte mit dem Titeltrack "Wonder Days" sogar einen fetten Hit mit an Bord. Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, dass die etwas in die Jahre gekommen Herren nochmals so auf den Putz hauen würden.
Solch ein starkes Comeback weckt natürlich von Fans und Presse Begehrlichkeiten, in Bezug auf das neue Album.
Mit stolzgeschwellter Brust und etwas Druck im Rücken ging es also erneut ins Studio. Die Frage: "Können THUNDER der gestiegenen Erwartungshaltung gerecht werden?"Das Resultat liegt nun vor: "Rip It Up".
Die Antwort liegt wie so oft in der Mitte - THUNDERs 11. Studioalbum hat alles, was man erwarten konnte, aber relativ wenig, von dem was man sich erhofft hatte.

Immer noch ist Danny Bowes einer der besten Sänger, die man im Classic Rock/Hard Rock finden kann.
Und der bluesige Hard Rock der Briten gehört immer zum besten, was das Genre hergibt. Doch im Vergleich zum Backkatalog der Briten und in direkter Konkurenz zum Vorgängeralbum gesehen, geht "Rip It Up" auf der Langstrecke (Nachhaltigkeit) relativ schnell die Puste aus.
So muss das Album mit viel zu wenig Dynamik auskommen und die Tracks leiden zudem oftmals an fehlender Eingängigkeit, sodass viel zu wenig hängen bleibt und den Moment überdauert.
Auch die Balladen entfachen diesmal nicht das gewohnt leidenschaftliche Feuer, das THUNDER eigentlich in der Lage sind zu entfachen und haben selten bis gar nicht den Tiefgang, den es braucht, um auf Konzerten den Einsatz von Feuerzeugen im Publikum zu rechtfertigen.

Immerhin versprühen aber zumindest vier Tracks auf "Rip It Up" diesen speziellen THUNDER Zauber, mit dem es die Band seit Jahrzehnten schafft, die Fans bei Stange zu halten - "Heartbreak Hurricane", "In Another Life", "The Enemy Inside" und vor allem "She Likes the Cocaine" sind Songs, die einem Donnerschlag gleichkommen.

Fazit: Das 11. Studioalbum von THUNDER ist beileibe keine Veröffentlichung, die man als "Dienst nach Vorschrift" deklarieren mag, trotzdem beschleicht einem des Öfteren das Gefühl, dass die Briten auf "Rip It Up" nicht an die Grenzen ihres Leitungsvermögens gegangen sind. Im Vergeich zum Vorgängeralbum zieht "Rip It Up" definitiv den Kürzeren. Dennoch ist der Longplayer stark genug, um das THUNDER Comeback nicht schon wieder ad acta legen zu müssen. (JK)

7 von 10

Freitag, 3. März 2017

Vorankündigung: NACHTGESCHREI + DELVA 18.3.2017 München / Spectaculum Mundi

http://www.spectaculum-mundi.de/

DEMON / "Cemetery Junction" / Spaced Out Music / 11 Tracks / 55:37 Min

Jeder Mensch trägt einen Dämon in sich, der ihn reizt und ihn zu seinen Handlungen treibt (Sokrates).

Seit 38 Jahren (Pausen mit eingerechnet) lassen die NWoBHM Pioniere aus Leek/England nun schon den Dämon tanzen. 13 Studioalben haben seitdem das Licht der Welt erblickt, von denen die drei 1980er Jahre Alben sicherlich am besten wegkommen. Aber auch das letzte Album "Unbroken" von 2012 konnte überzeugen. Zwischendrinn gab es viel Leerlauf und das ein oder andere Album, über das man geteilter Meinung sein konnte - nun also "Cemetery Junction".
Das einzig verbliebene Gründungsmitglied Dave Hill, der mit seiner ausdrucksstarken Stimme auch heute noch überzeugen kann, wenn auch inzwischen in etwas tieferen Regionen, hat DEMON eine Kurskorrektur verpasst. Ein Kurs, der dem kuttentragendem Heavy Metal Fan aber eher weniger schmecken dürfte, zeigt die Kompassnadel nun doch sehr stark in Richtung AOR und Melodic Rock - MAGNUM lassen grüßen.
Zudem finden sich auf "Cemetery Junction" auch einige psychadelisch angehauchte Progelemente, wie sie URIAH HEEP perfektioniert haben.
Aber genau daran krankt "Cemetery Junction", wenn man es so hart ausdrücken möchte.  
MAGNUM sind in ihrem Metier die unangefochtenen Platzhirsche, denen niemand das Wasser abgraben wird und den Schwenk, hin in URIAH HEEP Gefilde, mag der Abwechslung ganz zuträglich sein, nimmt DEMON aber letzten Endes kaum jemand ab.
Hätte man allerdings zuvor noch nie etwas von einer Band namens DEMON gehört und würde das Album unvorhereingenommen für sich betrachten können, müsste man ohne Zweifel anerkennen, dass "Cemetery Junction" durchaus seine großen Monente und kleineren Hits ("Out of Controll", "Are You Just Like Me", "Life in Berlin") hat.
Da das aber kaum jemand von sich behaupten kann, bleibt am Ende, neben einem soliden Album, eben nur ziemlich viel Konjunktiv und der Hinweis, dass früher mehr Lametta war.


Fazit: Ihre Meisterstücke haben DEMON schon vor Jahrzehnten geschrieben, aber auch heuer gelingt ihnen ein Album, das zumindest Melodic Rock Fans und AOR Anhänger zufrieden stellen dürfte. 
Wer jedoch auf Spektakel an den Gitarren und Dampf unter den Kesseln steht, sollte es sich zweimal überlegen, ob er mit DEMON gemeinsam die Abzweigung zum Friedhof ("Cemetery Junction") nehmen möchte. (JK)

7 von 10 

https://www.facebook.com/DemonBandOfficial
http://the-demon.com

Vorankündigung: GHOST - 23. April 2017 München / Kesselhaus

http://www.globalconcerts.de/

Vorankündigung: KISS - 18. Mai 2017 München / Olympiahalle (Special Guest: RAVENEYE)

http://www.globalconcerts.de/

Mittwoch, 1. März 2017

Konzertbericht GRAVE DIGGER + MYSTIC PROPHECY + VICTORIUS - 16.2.2017 München / Backstage

Der Reaper auf Stippvisite in München

Der Gladbecker Undertaker-Clan GRAVE DIGGER hat die Rösser vor die Kutsche spannen lassen und begibt sich ein weiteres Mal auf große Rundreise durch das Land der Dichter, Denker und kuttentragenden Metaller.
Insgesamt 12 Stopps weist die Reisekarte aus - einer davon ist München.
Da Reisen aber bekanntlich nicht nur bildet, sondern in Gesellschaft auch noch mehr Spaß macht, erweitern MYSTIC PROPHECY und VICTORIUS den musizierenden Tross.

Der erste Slot des Abends gehört den Jungspunden von VICTORIUS, die ihren Gig mit "Hero" beginnen.
Obwohl das Quintett dem Geheim-Tipp Status bisher noch nicht entwachsen ist, tummelt sich dennoch relativ viel Metaller-Jungvolk mit VICTORIUS Bandleibchen in den ersten Reihen herum.
VICTORIUS Live (© by metal-is-forever)
So ist von Anfang an Stimmung in der Hütte, was bei Support-Bands ja nicht immer selbstverständlich ist. Auch den älteren Semestern, die sich zu diesem Zeitpunkt zumeist noch im hinteren Bereich der Halle aufgehalten haben, ist dies nicht verborgen geblieben, sodass sich peu a peu, immer mehr Publikum vor der Bühne einfindet und dem Power Metal der Leipziger beiwohnen möchte. Im Fokus dabei Sänger David Bassin, dem vor allem die Blicke der (jüngeren) Damenwelt sicher sind. Aber auch der Rest der Truppe präsentiert sich agil, sodass VICTORIUS heute Abend sicherlich den ein oder anderen neuen Fan hinzugewonnen haben.
Nach einer halben Stunde Spielzeit verabschieden sich VICTORIUS, natürlich nicht ohne das obligatorische Gruppenfoto mit Publikum im Rücken. (JK)

Nach einer kurzen Umbaupause und dem ersten Bierchen für den Verfasser dieser Zeilen, sind MYSTIC PROPHECY an der Reihe.      
MYSTIC PROPHECY (© by metal-is-forever)
Die deutsch-griechische Truppe hat es nicht immer leicht, spaltet sie zuweilen doch die Power Metal Fangemeinde, ob ihrer etwas härteren Gangart, in Befürworter und Zweifler - live funktionieren MYSTIC PROPHECY in der Regel aber immer. So auch heute.
Mit dem Set-Auftakt "Savage Souls" und "The Cruzifix" zeigen MYSTIC PROPHECY dann auch gleich mal, was eine Power-Metal Harke ist.
Knackiger Metal, der sich irgendwo in der Schnittmenge von treibend und hart bis melodisch und verspielt wohlfühlt und dabei immer eingängig bleibt. Binnen Minuten frisst ein Großteil des Münchner Publikums Roberto Dimitri Liapakis aus der Hand, der sich bestens aufgelegt und gut bei Stimme präsentiert.
Die Setlist, die mehr oder weniger einem Best-of Potpourri gleichkommt, deckt nahezu alle Schaffensphasen der Band ab. "Metal Brigade" und "Ravenlord" kommen dabei wie üblich am besten an. Hier wird es dann auch zum ersten mal heute Abend so richtig laut im Publikum. Dutzende Kehlen brüllen den Refrain mit, was von MYSTIC PROPHECY wohlwollend zur Kenntnis genommen wird und die Truppe dazu anstachelt, nochmals so richtig Gas zu geben. Das heftige "War Panzer", welches die Randgebiete des Thrash mehrfach überschreitet, beendet den 50-minütigen Auftritt von MYSTIC PROPHECY, der mit "Paranoid" noch eine Verlängerung erhält.
Im Anschluß daran holen sich die Allgäuer verdientermaßen ordentlich Applaus ab, bevor sie die Bühne für GRAVE DIGGER räumen. (JK)

Die lassen dann auch nicht allzu lange auf sich warten. Zu den Klängen eines Intros marschiert als erstes der Reaper ein und kündigt mit seinem Erscheinen den Totengräberclan an.
GRAVE DIGGER Live (© by metal-is-forever)
Als ersten Song des Abends jagen GRAVE DIGGER den Titeltrack des neuen Albums "Healed by Metal" durch die Boxen. Auch der zweite Song ("Lawbreaker") auf der heutigen Setlist ist vom "Healed by Metal" Album . Beide Tracks funktionieren live um einiges besser als auf Platte, was zum einen daran liegen mag, dass GRAVE DIGGER die Songs etwas härter anspielen, zum anderen aber auch daran, dass Boltendahl, Ritt & Co bis in die Haarspitzen motiviert sind. Zu jedem Moment spürt man, mit welch großem Spaß GRAVE DIGGER ihren Gig absolvieren.
Im Anschluß daran wird es kultig - "Witch Hunter" und "Killing Time" geben den Fans heute Abend zum ersten Mal die Gelegenheit, ihre Sangeskünste unter Beweis zu stellen. In beeindruckender Manier lässt ein Großteil der Anwesenden die Stimmbänder vibrieren und gibt den Songs damit einen lautstarken Background. Gesungen (und headgebangt) wird natürlich auch bei "Ballad of a Hangman". Überhaupt präsentiert sich München heute Abend von seiner besten Seite und feiert GRAVE DIGGER bei jeder sich bietenden Möglichkeit ab.
GRAVE DIGGER (© by metal-is-forever)
Danach sorgt Chris Boltendahl für einen kleinen Gänsehautmoment, indem er "Tattoed Rider" Lemmy widmet. Doch damit nicht genug. Er imitiert sogar recht gut dessen Stimme, was dem Ganzen, einen besonderen Touch verleiht.
Es folgen "Hallelujah" (ein Song der laut Boltendahl das Zeug hat, um im Vatikan vorgetragen zu werden. Die Einladung lässt allerdings noch auf sich warten), "Morgane le Fay" und "Excalibur", bevor "Rebellion (The Clans Are Marching)" das Ende des regulären Sets einläutet.
Leider wird bei diesem Song die Dudelsackmelodie vom Band eingespielt. Kann man machen, kein Thema. Jedoch, wenn man es so macht, sollte der Dudelsack-Statist (in diesem Fall Marcus Kniep) seine "vorgetäuschte Spielkunst" synchron zur Musik präsentieren, da dieser Part sonst recht kitschig wirkt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause für Band und Publikum geht der Gig in seine Verlängerung. Die beginnt dann mit einer (poitiven) Überraschung - starten GRAVE DIGGER ihren Zugabeblock doch mit dem großartigen "The Last Supper", einem Song, den wohl die allerwenigsten erwartet hatten. Im Anschluß daran gibt es noch "Call for War" bevor GRAVE DIGGER nochmals von der Bühne gehen, um kurze Zeit später zurück zukehren und dem Abend mit "Highland Farewell" und "Heavy Metal Breakdown" den würdigen Schlußpunkt zu verpassen. (RH)

Noch mehr Bilder gibt es hier:
https://www.facebook.com/metalisforever.womm/posts/1347921615282922?pnref=story

Beim GRAVE DIGGER Gig waren Jürgen (JK) und Raphael (RH) für euch vor Ort.

Montag, 27. Februar 2017

KÄRBHOLZ / "Überdosis Leben" / Metalville / 14 Tracks / 51:27 Min

Die siebte Ke(ä)rbe im Holz

KÄRBHOLZ stehen mit ihrem neuen Album "Überdosis Leben" vor der konsequenten Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. Ein Weg, der sie im Zuge der Deutsch Rock Welle bis in die erste Reihe, der von den ONKELZ beeinflussten Bands getragen hat.
Doch irgendwie scheint den Jungs aus dem Rhein-Sieg-Kreis dieser Umstand und die damit verbundene Charts-Höhenluft nicht ganz bekommen zu sein.
Hat das letzte Album "Karma" noch bei Kritiker und Fans gleichermaßen ins Schwarze getroffen, u.a. wegen der abwechslungsreichen Instrumentalisierung und den damit verbundenen "Überraschungsmomenten", klingen KÄRBHOLZ auf "Überdosis Leben" (leider) fast nur noch nach Deutsch-Rock Standard, der so in dieser Form zwar alles hat, was den Genre-Liebhaber befriedigt, von (fast) allen anderen Rock/Punk/Metal Konsumenten aber als kaltgebrühter Instantkaffee (koffeinfrei) wahrgenommen werden dürfte -  langweilig und ohne besonderen Reiz.
Da hilft es dann auch relativ wenig, dass KÄRBHOLZ bei "Evolution umsonst" Lenny "Grinder" Osterhus (DEVASTATOR) ans Mikro bestellt haben, um dem Einheitsbrei vorübergehend eine neue Wendung zu verleihen.
Songs wie "Der Speidel", "Perfekt unperfekt" und "Schwerelosigkeit" verleihen dem Album auch eine Wendung, allerdings in die falsche (also negative) Richtung.
Mit Schlager-Pop-Rock Nummern wie diesen (ANDY BRINGS, BOSS HOSS und Schlimmeres lassen grüßen), haben sich KÄRBHOLZ definitv keinen Gefallen getan.
Auch der teilweise arg schräge Gesang ist alles andere als hilfreich dabei, um sich diese Grütze evtl. noch schönsaufen zu können.
Gottseidank haben KÄRBHOLZ aber nicht alles verloren/vergessen, was sie zuvor stark gemacht hat.
Bei den flotten Nummern "Das ist noch Leben", "Überdosis Leben", "Ich hoffe du kannst mich sehen" und "Ich kann es nicht ändern" machen KÄRBHOLZ  immer noch soviel Freude wie früher.
Auch der Stadionrocker "In Flammen stehen" kann überzeugen. Und das obwohl er metertief ins Klischee- und Pathosfettnäpfchen tritt.
Trotzdem kann man es kaum abwarten, diesen Track live kredenzt zu bekommen, da man sich schon jetzt dazu biertrinkend und feuerzeugschwenkend auf dem nächsten Festival sieht.

Fazit: "Überdosis Leben" reicht zu keinen Zeitpukt an das sehr gute Vorgängeralbum "Karma" heran.
Der böhsen, frei.wilden Krawallbruder Zielgruppe dürfte diese Tatsache aber herzlich wenig ausmachen, da "Überdosis Leben" trotzdem noch genügend Potential hat, um hinter den ONKELZ, nach deren Comeback, also wieder in der zweiten Reihe, seine Daseinsberechtigung zu haben (AS)

6 von  10